Gemeinsam beten

Auch während das Quo vadis? geschlossen hat, laden wir hier Sie weiter täglich zum gemeinsamen Mittagsgebet ein. Wenn auch eingeschränkt sind, sind wir so im Gebet verbunden. Eine Unterbrechung in der Mitte des Tages tut gut: Man kann frei werden für den Nachmittag. 

Donnerstag, 3. Dezember

Your Mission?

Am ersten Donnerstag im Monat betet die Kirche um geistliche Berufe, um Menschen, die sich in verschiedensten Formen für ein Lebendig-Werden des Evangeliums heute einsetzen. Das Canisiuswerk (www.canisius.at) lädt dich mit ein paar Gedanken zu deiner Berufung zum Atem-Holen ein.

Impuls

Wir hören heute vom Sendungsauftrag Jesu (Mk 16,15–20) an alle, die er beruft: zu den Menschen zu gehen, ihnen Jesu Botschaft zu bringen, zu taufen, Krankheiten zu heilen … Dabei gibt er uns die Zusage, an unserer Seite zu sein und unser oft unvollkommenes Tun zu bekräftigen. Paulus sagt in einem eindrücklichen Wort an die Korinther (Kor 9,16–19.22–23), wie er diese Sendung versteht. Kern seiner Mission ist die Liebe Christi: „Ich habe mich für alle zum Sklaven gemacht, um möglichst viele zu gewinnen. … Den Schwachen wurde ich ein Schwacher, um die Schwachen zu gewinnen. Allen bin ich alles geworden, um auf jeden Fall einige zu retten ...“ Beispielhaft für so jemanden ist auch Franz Xaver, der heutige Tagesheilige. Der Jesuit ging als Missionar nach Indien und Japan: nicht um den Menschen den Glauben aufzudrängen, sondern er hat Sprache und Kultur kennengelernt und konnte so den Glauben verständlich machen. Missionarische Pastoral ist heute in aller Munde. Gesucht sind Menschen, die ein Ohr für Gottes Ruf haben, um den Menschen vor unserer Haustür die Frohe Botschaft mit jener Liebe zu bringen, die schon Paulus dazu gedrängt hat.

Kurze Stille

Wo erfahre ich im Moment Gottes Liebe? Höre und verstehe ich, wo in den einzelnen Begegnungen meine Aufgabe bestehen könnte? Wen könnte ich heute mit einem Zeichen meiner Zuwendung froh machen?

Abschlussgebet

Füreinander
hast du uns geschaffen, Herr.
Lass mich auf die Menschen
offen und wachsam zugehen.
Denn eingebunden in ihr Leben und ihre Gemeinschaft
willst du mir begegnen:
in ihrer Liebe und ihrem Wohlwollen,
in ihren Gedanken und Visionen,
in ihren Wünschen und Hoffnungen,
in ihren Bitten und in ihrer Klage.

Du willst,
dass ich mit ihnen nachdenke,
mit ihnen frage,
mit ihnen suche und ringe:
um Wahrheit und Glück,
um Lebenssinn und den rechten Weg.
In der Begegnung mit den Menschen
willst du mir deine Pläne offenbaren
und mir deine Weisungen ins Herz legen.

So lass mich hören und verstehen,
was du mir in den einzelnen Begegnungen sagen willst,
worin meine Aufgabe als Dienst und Ergänzung
zum Wohle der anderen
bestehen kann.
(Klemens Nodewald)

Atempause neu 16

Fotocredit: Istockphoto/GrashAlex

Vielen Dank an Maria Fibich vom Canisiuswerk für die liebevolle  Vorbereitung dieses Mittagsimpulses. 
Den nächsten Gebetstag für geistliche Berufungen findet am Donnerstag, 7. Jänner 2021 statt. 

 

Mittwoch, 2. Dezember

Mittwoch ist Ordenstag. Als unser digitaler Gast, hat uns heute Sr. Maria Schütz sa einen Mittagsimpuls vorbereitet. Die Helferin ist ehrenamtliche Mitarbeiterin im Quo vadis?, betreut am Mittwochnachmittag das Deutschcafé und gibt regelmäßig in unserem Abendprogramm spirituelle Lebenshilfe.

Atempause neu 15Es wagen zu beginnen

Hunger nach Brot
Sehnsucht nach Heimat
Hunger nach Gemeinschaft
Sehnsucht nach einem offenen Ohr
einem tröstenden Wort
Hunger, wohin wir schauen 

Und wie soll das gehen,
fragen wir im Blick auf Jesu Einladung
Hunger zu stillen
im Blick auf unsere begrenzten Möglichkeiten

Jesus lädt ein, einfach zu beginnen:
schauen, was da ist
danken, teilen
und das Wunder geschieht:
Wer es wagt zu beginnen
kann eine Bewegung in Gang setzen
die Viele satt macht.

In der Mitte dieses Tages
schaue ich auf all die Möglichkeiten und Gaben,
die mir geschenkt sind.
Hier und heute
Im dankbaren Staunen darüber
spüre ich der Einladung nach,
sie zur Verfügung zu stellen.

Habe ich schon einmal
die Erfahrung der Fülle gemacht,
die daraus entstehen kann?

- Stille - 

Maria Schürz sa Homepage der Helferinnen 1„Was heißt es für dich, Helferin zu sein?“ lautet die mir gestellte Frage,
„Helferin der Seelen im Fegfeuer“ noch dazu –
Ich bin es gern – auch nach 35 Jahren noch.
Warum?
Weil ich mich einer Gruppe von Frauen zugehörig weiß,
die mitten im Leben mit all seinen Sonnen- und Schattenseiten stehen
Weil mich Gottes Zusage, dass Seine Liebe über den Tod hinausreicht,
berührt
Der Tod ist meine letzte Grenze, ja – aber nicht Gottes Grenze.
Er wartet dort auf mich und fragt mich „Liebst du mich?“
Nicht: Was hast du geschafft in deinem Leben?
Oder: Wie oft bist du gescheitert?
Nein: Liebst du mich? –
Weil ich, der Gott Jesu Christi, dich zuerst geliebt habe.
Das gibt innere Freiheit, das gibt Wagemut,
mich auch in Situationen zu begeben,
die nicht viel Erfolg versprechen:
die Begleitung von Sterbenden, den Menschen einfach zuhören,
mit Opfern von Menschenhandel neue Wege suchen,
schon sehr früh verletzte junge Menschen begleiten,
Gefangene besuchen …
In solchen Situationen ist es oft so,
wie an der Todesgrenze unseres irdischen Lebens:
Da ist nichts zu „machen“, da geht es ums Sein.
Ums Mit-Sein – mit offenen Augen, offenem Herzen
und einem Vertrauen, das den Anderen mitzutragen vermag.

Sr. Maria Schütz sa

Auf dem Foto ist Sr. Maria Schütz in der Mitte abgebildet.  

 

Dienstag, 1. Dezember

Es ist gut, wenn wir zu Mittag eine Atempause einlegen, in der wir den Vormittag noch einmal kurz in Gedanken vorbeiziehen lassen. Alles, was wir zurücklassen können, ist gut, denn damit gewinnen wir einen Freiraum für den Nachmittag, können offen und frei sein für das, was kommt.

Atempause neu 14Um den Frieden für heute:

Um Frieden bitte ich, Herr, für diesen Tag.
Schärfe unser Gewissen für die Verpflichtung zur
Versöhnung.

Lass uns die Wahrheit sagen und keine faulen Kompromisse eingehen.
Mach uns kritisch gegen Rechthaberei und das Gefühl der Überlegenheit.
Gib den Politikern Augenmaß und den Mut, Gewalt und Krieg einzustellen.

Überwinde Rassismus und Nationalismus.
Und lass nicht zu, dass der Mensch Opfer des Menschen wird.

- Stille - 

Bitten, Gedanken und Freuden können wir mit Gott teilen. Wir wissen, er trägt sie mit Wir sind nicht allein. Jetzt am Anfang der Adventzeit wird das wieder neu bewusst: Gott wird Mensch, er ist unter uns. Ihm vertraue ich mich an: 
- Du Gott, schärfe mein Gewissen zur Versöhnung.
- Du Gott, lass mich im Kleinen beginnen.

Wir wünschen Ihnen einen schönen Nachmittag! 
Hier finden Sie weitere Blogbeiträge!

 

 

Montag, 30. November

Heute feiert die Kirche den Apostel Andreas. Er gilt als einer der ersten, die sich Jesus angeschlossen haben. Bei Diskussionen und Rangstreitereien unter den Aposteln wird Andreas in der Bibel nicht erwähnt, dennoch ist klar, dass Andreas Jesus sehr nahe war. So wird in Markus 13,3 beschrieben, dass Jesus nur mit Petrus, Jakobus, Johannes und Andreas am Ölberg war. Über Andreas lesen wir immer wieder, dass er Menschen zu Jesus bringt. So ist es auch Andreas, der bei der Speisung der Volksmenge am See von Tiberas den kleinen Jungen mit den zwei Fischen und fünf Gerstenbroten (Joh 6,8 - 9) zu ihm brachte: "Einer seiner Jünger, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, sagte zu ihm: Hier ist ein kleiner Junge, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; doch was ist das für so viele!" 

Fürs heutige Mittagsgebet laden wir zur Meditation einer Bibelstelle ein: 

Atempause neu 13Die ersten Jünger (Joh 1,35-51)
Am Tag darauf stand Johannes wieder dort und zwei seiner Jünger standen bei ihm.
Als Jesus vorüberging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes!
Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus.
Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, fragte er sie: Was wollt ihr? Sie sagten zu ihm: Rabbi - das heißt übersetzt: Meister , wo wohnst du?
Er antwortete: Kommt und seht! Da gingen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm; es war um die zehnte Stunde.
Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer der beiden, die das Wort des Johannes gehört hatten und Jesus gefolgt waren.
Dieser traf zuerst seinen Bruder Simon und sagte zu ihm: Wir haben den Messias gefunden. Messias heißt übersetzt: der Gesalbte (Christus).
Er führte ihn zu Jesus. Jesus blickte ihn an und sagte: Du bist Simon, der Sohn des Johannes, du sollst Kephas heißen. Kephas bedeutet: Fels (Petrus).
Am Tag darauf wollte Jesus nach Galiläa aufbrechen; da traf er Philippus. Und Jesus sagte zu ihm: Folge mir nach!
 Philippus war aus Betsaida, dem Heimatort des Andreas und Petrus.
Philippus traf Natanaël und sagte zu ihm: Wir haben den gefunden, über den Mose im Gesetz und auch die Propheten geschrieben haben: Jesus aus Nazaret, den Sohn Josefs.
Da sagte Natanaël zu ihm: Aus Nazaret? Kann von dort etwas Gutes kommen? Philippus antwortete: Komm und sieh!
Jesus sah Natanaël auf sich zukommen und sagte über ihn: Da kommt ein echter Israelit, ein Mann ohne Falschheit.
Natanaël fragte ihn: Woher kennst du mich? Jesus antwortete ihm: Schon bevor dich Philippus rief, habe ich dich unter dem Feigenbaum gesehen.
 Natanaël antwortete ihm: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel!
Jesus antwortete ihm: Du glaubst, weil ich dir sagte, dass ich dich unter dem Feigenbaum sah? Du wirst noch Größeres sehen.
 Und er sprach zu ihm: Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel geöffnet und die Engel Gottes auf- und niedersteigen sehen über dem Menschensohn.

Was würden Sie tun, wenn Jesus Sie anspricht mit ihm mitzugehen?
Wer ist Jesus für Sie? 

Eine Viertelstunde Stille, die Meditation dieses Textes und die Vorbereitung auf den Nachmittag, dass Ihnen das gelingt, das wünschen wir. Wir wünschen Ihnen einen schönen Nachmittag! 
Hier finden Sie weitere Blogbeiträge!

 

Freitag, 27. November

Es ist gut, wenn wir zu Mittag eine Atempause einlegen, in der wir den Vormittag noch einmal kurz in Gedanken vorbeiziehen lassen. Alles, was wir zurücklassen können, ist gut, denn damit gewinnen wir einen Freiraum für den Nachmittag, können offen und frei sein für das, was kommt.

Atempause neu 12Du, mein Gott, dein Geschöpf bin ich,
dein Gegenüber, aus Liebe zur Liebe befähigt.

Du, mein Gott, grenzenlos und begrenzt bin ich,
weit und frei, eng und unfrei.

Du, mein Gott, strahlendes Licht bin ich
und undurchdringbare Finsternis.

Du, mein Gott, Wollen und Sehnsucht bin ich
und Wirklichkeit und Angefüllt sein.

Du, mein Gott, bezogen auf andere bin ich
und beziehungslos.

Du, mein Gott, Frage bin ich
und Antwort – ein Geheimnis.

 

Dieser Text lädt zur Meditation ein. Vielleicht wollen Sie im Anschluss auch eine Bitte formulieren. 
Du mein Gott, hilf mir offen zu sein. Ich möchte die göttlichen Spuren im Alltag sehen lernen. Du mein Gott, hilf mir eine klare Linie zu finden. Ich möchte mit dir nahe und doch mitten im Leben sein. 

 

 

Donnerstag, 26. November

Es ist gut, wenn wir zu Mittag eine Atempause einlegen, in der wir den Vormittag noch einmal kurz in Gedanken vorbeiziehen lassen. Alles, was wir zurücklassen können, ist gut, denn damit gewinnen wir einen Freiraum für den Nachmittag, können offen und frei sein für das, was kommt.

Atempause Do 3 NovVater, ich möchte bewusst Vater zu dir sagen

„Wie geht es dir?“
Komm, sag es mir- da ich dich frag, weil ich dich mag.
„Wie geht es dir?“ – das Zauberwort –das hilft –egal an welchem Ort.
Die Antwort darf nicht immer sein:
„Es geht mir gut – und wie geht´s dir?
Doch sicher auch so gut wie mir.“

So, wie es dir wirklich geht,
wie es in dir drinnen steht, das ist´s, was ich will von dir,
wenn ich frag:
„Wie geht es dir?“

 

Zum Gebet: 

Bin ich offen für eine ehrliche Antwort?

Hilf mir, dass ich offen sein kann dir gegenüber.

 

 

Mittwoch, 25. November

hartlJeden Mittwoch laden wir eine andere Ordensgemeinschaft zum Mittagsgebet ein. Wir lernen etwas aus der Spiritualität der jeweiligen Ordensgemeinschaft kennen. Hätte das Quo vadis? geöffent, würden wir heute den Kleinen Bruder Herbert Hartl begrüßen. Bruder Herbert ist auf dem Bild der zweite von links. Er hat diesen Vorschlag für das Mittagsgebet vorbereitet: 

V. O Gott, komm mir zu Hilfe!
A. Herr, eile mir zu helfen!
V. Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist
V. Wie im Anfang so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

Der selige Charles de Foucauld, dessen Fest jedes Jahr am 1. Dezember begangen wird, wird im nächsten Jahr in Rom heiliggesprochen. Dass Papst Franziskus darauf einen besonderen Wert legt, unterstreicht er mit den folgenden Aussagen, die sich ganz am Ende seiner jüngst erschienenen Enzyklika „Tutti fratelli“ finden:

Bei diesen meinen Überlegungen zur Geschwisterlichkeit aller Menschen habe ich mich besonders von Franz von Assisi, aber auch von nichtkatholischen Brüdern inspirieren lassen: Martin Luther King, Desmond Tutu, Mahatma Gandhi und viele andere. Zum Schluss möchte ich jedoch an einen weiteren Menschen tiefen Glaubens erinnern, der aus seiner intensiven Gotteserfahrung heraus einen Weg der Verwandlung gegangen ist, bis er sich als Bruder aller fühlte. Dies ist der selige Charles de Foucauld. 

Seine Vision einer Ganzhingabe an Gott fand ihre Verwirklichung schließlich in seiner Identifikation mit den Geringsten und Verlassenen in den Weiten der afrikanischen Wüste. In diesem Zusammenhang äußerte Charles de Foucauld den Wunsch, sich als Bruder eines jeden Menschen empfinden zu können. So bat er einen Freund: »Beten Sie zu Gott, dass ich wirklich der Bruder aller Seelen […] sein kann«. Er wollte »der Bruder aller« sein. Aber nur durch die Identifikation mit den Geringsten wurde er zum Bruder aller Menschen. Möge Gott jeden von uns zu dieser Vision inspirieren. 

Der Psalm 8 drückt in ergreifenden Worten die Würde des Menschen aus.

HERR, unser Herr,
wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde,
der du deine Hoheit gebreitet hast über den Himmel.

Aus dem Mund der Kinder und Säuglinge
hast du ein Bollwerk errichtet
wegen deiner Gegner,
um zum Einhalten zu bringen Feind und Rächer.  

Seh ich deine Himmel, die Werke deiner Finger,
Mond und Sterne, die du befestigt:
Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst,
des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?

Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott,
du hast ihn gekrönt mit Pracht und Herrlichkeit.
Du hast ihn als Herrscher eingesetzt
über die Werke deiner Hände,
alles hast du gelegt unter seine Füße:
Schafe und Rinder, sie alle
und auch die wilden Tiere,
die Vögel des Himmels und die Fische im Meer,
was auf den Pfaden der Meere dahinzieht.

HERR, unser Herr,
wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde!

 LESUNG aus einem Brief, den Charles de Foucauld wenige Monate vor seinem Tod an Louis Massignon, einen Freund, schrieb: 

„Ich glaube, kein Wort aus dem Evangelium hat einen tieferen Eindruck auf mich gemacht, keines hat mein Leben mehr verändert als dieses: ‚Was ihr für einen dieser Geringsten tut, das tut ihr mir.‘ Wenn wir bedenken, dass dies die Worte der Ewigen Wahrheit sind, die Worte dessen, der gesagt hat: ‚Das ist mein Fleisch, das ist mein Blut‘, dann kann es uns nur zunehmend antreiben, in diesen ‚Geringsten‘, diesen Sündern, diesen Armen Jesus aufzuspüren und zu lieben.“

 Stille

 Fürbitten

Jesus,

  • Wir sind erschüttert über das Attentat in Wien. Gedenke der Opfer und ihrer Angehörigen, erbarme Dich des Täters und seiner Gesinnungsgenossen!
  • Hilf allen, die direkt von Covid-19 betroffen sind und aller, die unter dem Lockdown leiden!
  • Schenk uns allen ein weites Herz für Andersdenkende, Andersglaubende und Andersfühlende!
  • Ruf uns immer wieder neu in Deine Nachfolge! Lass das Charisma, das Charles de Foucauld belebte, eine neue Blüte in der Kirche erfahren! 

Vater unser

Schlussgebet:

Lieber Bruder und Herr Jesus!
Du rufst Menschen in deine Nähe,

die nichts von sich selbst erwarten,
sondern alles von dir erhoffen.
Führe uns den Weg der Demut
und der Solidarität mit den Armen,
den du dem seligen Charles gezeigt hast.
Lindere auf seine Fürsprache hin das Leid,

von dem gerade die Ärmsten am meisten betroffen sind!
Amen. 

 

Dienstag, 24. November

Es ist gut, wenn wir zu Mittag eine Atempause einlegen, in der wir den Vormittag noch einmal kurz in Gedanken vorbeiziehen lassen. Alles, was wir zurücklassen können, ist gut, denn damit gewinnen wir einen Freiraum für den Nachmittag, können offen und frei sein für das, was kommt.

Atempause neu 10Die Vergangenheit sein lassen

Grenzen erkennen,
Schuld tragen lernen,
Vergebung erfahren,
schenkend mich selbst.

Erfahrungen teilen,
Sehnsucht erspüren,
Leere aushalten,
die Fülle erahnen,
schweigend.

Hoffnung geschenkt bekommen,
Freude ausstrahlen;
mit Dankbarkeit erfüllt,
neu beginnen –
staunend
gehalten in Liebe.

 

Fragen
Bin ich offen für Vergebung?
Was hilft mir, im Jetzt zu leben?
Welche Fülle habe ich schon erspürt? 

Eine Viertelstunde Stille, die Meditation dieses Textes und die Vorbereitung auf den Nachmittag, dass Ihnen das gelingt, das wünschen wir. Wir wünschen Ihnen einen schönen Nachmittag! 
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Montag, 23. November

Es ist gut, wenn wir zu Mittag eine Atempause einlegen, in der wir den Vormittag noch einmal kurz in Gedanken vorbeiziehen lassen. Alles, was wir zurücklassen können, ist gut, denn damit gewinnen wir einen Freiraum für den Nachmittag, können offen und frei sein für das, was kommt.

Atempause Nov Mo 4Gebet um Frieden

Friede,      der mehr ist als Waffenstillstand der kämpfenden Parteien.
Friede,      der mehr ist als unterdrücktes Aufbegehren, weil der andere stärker ist.
Friede,      der mehr ist als verletztes Schweigen, weil man sowieso nicht gehört wird.
Friede,      der mehr ist als zögerndes Abwarten, weil die eigene Unsicherheit gefangen hält.
Friede,      der mehr ist, tiefer und weiter.
Friede,      der waffenlos und wehrlos ist.
Friede,      der machtlos und freigebend ist.
Friede,      der nie verletzt und schweigt.
Friede,      der angstlos der Zukunft entgegeneilt.
Friede,      der nie aufhört, auf Heilung zu hoffen.
Friede,      der selbst unbegrenzt alles entgrenzt.
Friede,      der befreit aus Sünde und Tod.
Friede,      der dein Geschenk ist
aus tiefer Gemeinsamkeit mir dir erwachsend alles
verändernd durchstrahlt und zum Leben führt.
Darum bitte ich dich.
Amen

Fragen:
Für wem bitte ich um Friede? 
Wo kann ich den Geist des Friedens spüren? 

Eine Viertelstunde Stille, die Meditation dieses Textes und die Vorbereitung auf den Nachmittag, dass Ihnen das gelingt, das wünschen wir. Wir wünschen Ihnen einen schönen Nachmittag! 
Hier finden Sie weitere Blogbeiträge!

 

Freitag, 20. November 

Es ist gut, wenn wir zu Mittag eine Atempause einlegen, in der wir den Vormittag noch einmal kurz in Gedanken vorbeiziehen lassen. Alles, was wir zurücklassen können, ist gut, denn damit gewinnen wir einen Freiraum für den Nachmittag, können offen und frei sein für das, was kommt.

Atempause Nov Fr 3Der/die Nächste
Oder: Was nicht in uns ist, das regt uns auch nicht auf 

Herr lass mich in jeder Schwester, in jedem Bruder dich sehen.
Lass sie zum Sakrament für mich werden,
Lass sie mir entgegenspiegeln, was ich selbst nicht erkennen kann.
Lass sie mich anfragen, wo ich fraglos geworden bin.
Lass sie mich ermutigen, wo ich mich selbst verloren habe.
Lass sie mich herausfordern, wo ich sesshaft geworden bin.
Lass sie mich finden, wo ich mich versteckt und getarnt habe.
Lass sie mich begleiten, wo ich, unbarmherzig, dich als das Leben verleugnet habe.

(H. Hesse)

Fragen: 
Kann ich ihn in meinem Herzen annehmen?
Lass ich mich von dir, Gott, finden?


 

Donnerstag, 19. November

Es ist gut, wenn wir zu Mittag eine Atempause einlegen, in der wir den Vormittag noch einmal kurz in Gedanken vorbeiziehen lassen. Alles, was wir zurücklassen können, ist gut, denn damit gewinnen wir einen Freiraum für den Nachmittag, können offen und frei sein für das, was kommt.

Atempause Nov Do 3Du, mein Gott, dein Geschöpf bin ich,
dein Gegenüber, aus Liebe zur Liebe befähigt.

Du, mein Gott, grenzenlos und begrenzt bin ich,
weit und frei, eng und unfrei.

Du, mein Gott, strahlendes Licht bin ich
und undurchdringbare Finsternis.

Du, mein Gott, Wollen und Sehnsucht bin ich
und Wirklichkeit und Angefüllt sein.

Du, mein Gott, bezogen auf andere bin ich
und beziehungslos.

Du, mein Gott, Frage bin ich
und Antwort – ein Geheimnis.

Fragen: 
Wann gelingt es mir ganz offen und frei zu sein? 
Welche Strategien habe ich um diese Spannung auszuhalten, Frage und Antwort zu sein?
Wann habe ich Gott schon mal in mir aufgenommen? 

Heute ist der Gedenktag an die Heilige Elisabeth, wenn Sie davon weiterlesen möchten, finden Sie hier einen persönlichen Blogbeitrag von Lisa Huber. 

Wir wünschen Ihnen einen schönen Nachmittag! 
Hier finden Sie weitere Blogbeiträge!

 

Mittwoch, 18. November

Es ist gut, wenn wir zu Mittag eine Atempause einlegen, in der wir den Vormittag noch einmal kurz in Gedanken vorbeiziehen lassen. Alles, was wir zurücklassen können, ist gut, denn damit gewinnen wir einen Freiraum für den Nachmittag, können offen und frei sein für das, was kommt.

Atempause Nov Mi 3Absichtslos da sein

Die Sehnsucht in mir entdecken
mich erfüllen lassen von deiner Liebe
meine Pläne und Sorgen einfach loslassen

mich in deine Hand geben
einfach genießen
wie ein Kind auskosten

nie genug bekommen
ganz in mich aufnehmen
vom Anfang meines Daseins an

im tiefsten Grund meines Wesens
ohne Einschränkung geliebt zu sein.

 

Fragen:

Kann ich so offen und frei sein?
Kann ich mich Gott in die Hände geben?
Gönne ich mir Zeiten der Absichtslosigkeit? 

 

Wir wünschen Ihnen einen schönen Nachmittag! 
Hier finden Sie weitere Blogbeiträge!

 

Dienstag, 17. November

Es ist gut, wenn wir zu Mittag eine Atempause einlegen, in der wir den Vormittag noch einmal kurz in Gedanken vorbeiziehen lassen. Alles, was wir zurücklassen können, ist gut, denn damit gewinnen wir einen Freiraum für den Nachmittag, können offen und frei sein für das, was kommt.

Heute kann das Mittagsgebet das erste Mal nicht mehr im Quo vadis? stattfinden. Umso wichtiger ist es, zuhause einen Ort des Gebets zu schaffen, wo ich ruhig sitzen kann, wo ich Raum für mich habe. Dann meditiere ich diesen Text... 

 

Atempause Nov Di 3Mein Gott,
es war heute eine Lust zu leben.

Ich durfte es mit vollen Zügen genießen:
Dieses herrliche Leben.

Da will ich dir von Herzen danken
und einstimmen in das Lob der Liebe.

Es soll mich tragen durch Tage und Nächte.

Albert Dexelmann

Fragen
- Wofür danke ich heute? 
- Was genieße ich, trotz aller Einschränkungen? 
- Worum bitte ich?

 

Wir wünschen Ihnen einen schönen Nachmittag!

Hier finden Sie weitere Blogbeiträge!

 

 

Montag, 16. November

Es ist gut, wenn wir zu Mittag eine Atempause einlegen, in der wir den Vormittag noch einmal kurz in Gedanken vorbeiziehen lassen. Alles, was wir zurücklassen können, ist gut, denn damit gewinnen wir einen Freiraum für den Nachmittag, können offen und frei sein für das, was kommt.

Atempause neu Mo 3aIn der Mitte des Tages
halte ich inne,
blicke zurück auf die vergangenen Stunden
und bitte dich, Gott, erfrische meine Kraft
für die nächsten Aufgaben.

Bewahre mir die Geduld
Mit anderen Menschen
und auch mit mir selbst.

Versöhne mich mit meinen Grenzen.

Lass deine Güte leuchten
Durch mein Tun
Und mein Lassen.

Sylvia Bukowski

Atempause neu Mo 3aWir vertrauen Gott unsere Aufgaben, unsere Grenzen, unsere Furcht und unsere Vorfreude an. 
Gott, erfrische meine Kraft für die nächsten Aufgaben. 
Gott, hilf mir mich mit meinen Grenzen zu versöhnen. 

Im Quo vadis? hören wir uns das Lied "Von guten Mächten treu und still umgeben" von Dietrich Bonhoeffer und Kurt Grahl an. 

Leider ist das die letzte Gebetszeit, die in Präsenz im Quo vadis? stattfinden kann. In den nächsten drei Wochen werden wir hier weiterhin täglich Impulse zum gemeinsamen Gebet veröffentlichen. Wir laden auch zu kleinen Online-Veranstaltungen ein. Klicken Sie auf Termine für mehr Details! 

 

Freitag, 13. November

Freitags beten wir immer ein Schöpfungsgebet. Inspiriert von den jungen Menschen von "Fridays for Future" verknüpfen wir uns mit allem Leben. Am Anfang dieser Gebetszeit laden wir ein über all das Schöne nachzudenken, das man heute schon sehen durfte... Man kann bei den Gedanken verweilen, was heute schon geschehen ist, wem man begegnet ist... Mit einem Kreuzzeichen eröffnen wir das Gebet. 

Atempause nov Freitag 2Gebet zum Schöpfer

Herr und Vater der Menschheit,
du hast alle Menschen mit gleicher Würde erschaffen.
Gieße den Geist der Geschwisterlichkeit in unsere Herzen ein.
Wecke in uns den Wunsch nach einer neuen Art der Begegnung,
nach Dialog, Gerechtigkeit und Frieden.
Sporne uns an, allerorts bessere Gesellschaften aufzubauen
und eine menschenwürdigere Welt
ohne Hunger und Armut, ohne Gewalt und Krieg.

Gib, dass unser Herz sich
allen Völkern und Nationen der Erde öffne,
damit wir das Gute und Schöne erkennen,
das du in sie eingesät hast,
damit wir engere Beziehungen knüpfen
vereint in der Hoffnung und in gemeinsamen Zielen. Amen.

Dieses Gebet von Papst Franziskus stammt aus seiner neusten Enzyklika "Fratelli tutti", über die Geschwisterlichkeit. In einer Stillezeit kllingt dieses Gebet nach. 

 

Donnerstag, 12. November

Es ist gut, wenn wir zu Mittag eine Atempause einlegen, in der wir den Vormittag noch einmal kurz in Gedanken vorbeiziehen lassen. Alles, was wir zurücklassen können, ist gut, denn damit gewinnen wir einen Freiraum für den Nachmittag, können offen und frei sein für das, was kommt.

Atempause Nov Do 2Ruf mich beim Namen, Herr,
wenn ich in der Menge
der Namenlosen mitgehe
und nicht mehr frage: Wohin?

Ruf mich beim Namen,
wenn ich die Hoffnung
und mich selbst verloren habe.

Lass mich beim Klang deiner Stimme
erkennen, dass dir an mir etwas liegt.

Ruf mich beim Namen,
geh mir voran,
wenn ich im Ungewissen
deine Spur suche
und die Tür zum Leben.

Eleonore Beck

 

Fragen
Mach mein Ohr wach, dass ich dich höre?
Wohin bin ich unterwegs? 

Gib mir Mut, Umkehr zu wagen. 

Wir wünschen Ihnen einen schönen Nachmittag!

 

Mittwoch, 11. November 

Mittwoch ist im Quo vadis? Ordenstag: Eine Ordensperson gibt uns einen Impuls zum Mittagsgebet und erzählt uns im Anschluss von ihrem Ordenscharisma. Heute dürfen wir P. Alberto von dem Krankenseelsorge Orden der Kamillianer online „zu Gast“ haben:

MartinSchwester und Bruder!

Wir sind inmitten einer Pandemie, die uns Angst macht, uns zum zweiten Lockdown zwingt und unser Verhalten anderen Menschen und der Natur gegenüber zur Umkehr einlädt.

So war es auch in der Zeit von Heiligen Martin, der am Anfang des vierten Jahrhunderts in Panonien (heute die Stadt Szombathely, in Westungar) geboren wurde. Martin besaß die Gabe der Krankenheilung in einem solchen Ausmaß, dass kaum ein Kranker zu ihm kam, der nicht augenblicklich die Gesundheit wiedergefunden hätte. 

Ich lade euch heute ein, über das Leben dieses berühmten und beliebten Heiligen nachzudenken. Martin war bekannt als Heiliger der Nächstenliebe, der das verwirklicht hat, was uns Jesus im Lukasevangelium zeigt: die Not seiner Mitmenschen zu sehen und ihnen zu helfen, so, wie der Barmherzige Samariter. „Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam zu ihm; er sah ihn und hatte Mitleid, ging zu ihm hin, goss Öl und Wein auf seine Wunden und Verband sie. Dann hob er ihn auf sein eigenes Reittier, brachte ihn zu einer Herberge und sorgte für ihn.“ (Lk 10, 33f).

Es gäbe heute verschiedene Art und Weise unsere „Mäntel“, sowie der Heiliger Matin, besonders mit den bedürftigen Menschen zu teilen. Nicht umsonst können wir durch die Einschränkung in dieser Pandemiezeit lernen, wo eigentlich das Wesentliche und das Wichtigste für unser christliches Leben liegt. Unser Leben hat immer einen Sinn, wenn wir fähig sind unsere Mäntel mit den Notleidenden zu teilen.

Ein Kamillianer sein in der Pandemiezeit

Der Geist und die Spiritualität der Kamillianer liegen im Dienst der Kranken und Notleidenden. Der Heilige Kamillus von Lellis war auch ein Soldat, sowie der Heiliger Martin. Wegen einem Wunden am seinen Fuß, musste oft im Krankenhaus aufhalten. Dort hat er seine Berufung erkannt, Jesus bei den Kranken zu dienen.

In der Pestzeit waren Hunderte von Kamillianer verstorben im Einsatz für die Kranken und Notleidenden. Heutzutage diese Pandemie zu erleben und direkt im Einsatz besonders für Covid-19 Patienten sein zu dürfen, ist für mich ein großes Privileg und gleichzeitig eine Chance mein Gelübde der Nächstenliebe zu erneuern.

P. Alberto Marques de Sousa (zweiter von rechts) 

Alberto


Dienstag, 10. November

Es ist gut, wenn wir zu Mittag eine Atempause einlegen, in der wir den Vormittag noch einmal kurz in Gedanken vorbeiziehen lassen. Alles, was wir zurücklassen können, ist gut, denn damit gewinnen wir einen Freiraum für den Nachmittag, können offen und frei sein für das, was kommt.

Atempause neu Nov Di 2Ich brauche dich, Herr,
als meinen Lehrer,
tagtäglich brauche ich dich.

Gib mir die Klarheit des Gewissens,
die allein deinen Willen spüren kann.

Meine Ohren sind taub,
ich kann deine Stimme nicht hören.

Mein Blick ist getrübt,
ich kann deine Zeichen nicht sehen.

Du allein kannst mein Ohr schärfen
Und meinen Blick klären
Und mein Herz reinigen.

Lehre mich zu deinen Füßen sitzen
Und auf dein Wort hören.

John Henry Newmann

Fragen
Mach mich offen dich zu verstehen?
Mach mich hellhörich dich zu verstehen?

Wir hören uns bei der Gebetszeit im Quo vadis? das Lied "Meine Seele ist stille in dir" gemeinsam an. 

Vielleicht kann auch diese Bibelstelle noch meditiert werden: (Lk 10,38-42) Sie zogen zusammen weiter und er kam in ein Dorf. Eine Frau namens Marta nahm ihn freundlich auf. Sie hatte eine Schwester, die Maria hieß. Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seinen Worten zu. Marta aber war ganz davon in Anspruch genommen, für ihn zu sorgen. Sie kam zu ihm und sagte: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester die ganze Arbeit mir allein überlässt? Sag ihr doch, sie soll mir helfen! Der Herr antwortete: Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen. Aber nur eines ist notwendig. Maria hat das Bessere gewählt, das soll ihr nicht genommen werden.

Wir wünschen Ihnen einen schönen Nachmittag!

Hier finden Sie weitere Blogbeiträge!

 


Montag, 9. November 

Es ist gut, wenn wir zu Mittag eine Atempause einlegen, in der wir den Vormittag noch einmal kurz in Gedanken vorbeiziehen lassen. Alles, was wir zurücklassen können, ist gut, denn damit gewinnen wir einen Freiraum für den Nachmittag, können offen und frei sein für das, was kommt.

Atempause Nov Mo 2Wie gut, o Gott in deinem Haus zu weilen.
Wo Friede herrscht und Stille mich umgibt.

Hier können Tränen trocknen, Wunden heilen,
wie gut doch, dass es solche Orte gibt!

Wie gut, o Gott, von deinem Geist zu atmen,
der diese Mauern und mein Herz durchdringt,

wie tröstlich, mich an deinem Tisch zu laben,
hier, wo dein Lied nach Lebensfreude klingt!

Wie gut o Gott, wie gut, o Gott!
Wie gut, wie gut!

Hans Waltersdorfer

Fragen

Kann ich diese Gedanken nachvollziehen?
Kann ich diese Lebensfreude in mir spüren?
Welche Tränen können bei mir trocknen?
Was berührt mein Herz?

Wir wünschen Ihnen einen guten Start in den Tag!

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Freitag, 6. November 

Es ist gut, wenn wir zu Mittag eine Atempause einlegen, in der wir den Vormittag noch einmal kurz in Gedanken vorbeiziehen lassen. Alles, was wir zurücklassen können, ist gut, denn damit gewinnen wir einen Freiraum für den Nachmittag, können offen und frei sein für das, was kommt.

Atempause Nov Fr 1Nimm wahr, was ist
Lass dich auf das Gewöhnliche deines Alltags ein.
Vertraue darauf, dass du dort alles findest,
was du suchst.

Nimm wahr, was ist.
Wenn du in Berührung bist mit dem, was ist,
dann berührst du den Grund allen Seins.

Margrit Irgang

Fragen
Wie fordert mich die Ungewöhnlichkeit dieser Tage heraus? Was belastet mich?
Kann ich mich auf das Gewöhnliche meines Alltags einlassen?
Bin ich offen, den Grund meines Seins zu berühren?

Wir wünschen Ihnen einen schönen Nachmittag!

 


Donnerstag, 5. November

Monatlicher Gebetstag für geistliche Berufe 
Am ersten Donnerstag im Monat betet die Weltkirche um geistliche Berufe, um Berufungen für die Kirche, um Menschen, die sich in verschiedensten Formen für ein Lebendig-Werden des Evangeliums heute einsetzen. Das Canisiuswerk lädt dich zum Atem-Holen ein: um deinem Lebensgrund nach dem Vormittag und für den bevorstehenden Nachmittag nachzugehen.

Impuls: In den Tagestexten hören wir von Menschen, die für Jesus ihr Leben auf den Kopf stellen, alle Hebel in Bewegung setzen, wenn sie diesen Schatz suchen, herbeisehnen, erkennen. Wichtiges in ihrem Leben verliert seine Dominanz, Prioritäten ändern sich. Berufung zielt auf das Wesentliche und hat darin zugleich ihren Ursprung: in der Begegnung mit Christus Jesus. Hineinwachsen in das Erkennen Jesu Christi ist eine Lebensaufgabe, nie fertig, immer am Prüfstand und zudem nie lebensfremd. Paulus sagt dazu: „Die Erkenntnis Christi Jesu übertrifft alles.“ (Phil 3,8) – „Ich habe alles aufgegeben, um Christus zu gewinnen und in ihm zu sein.“

Zeit des Innehaltens: Was ist für dich heute Vormittag wichtig gewesen?
Was ist am Nachmittag wichtig?
Was hat dein Herz heute berührt, was dich zum Handeln motiviert?
Wer ist Jesus für dich? Hat er Einfluss auf deine momentane Lebensgestaltung?

Atempause neu Do NovAbschließendes Gebet:
Ein hörendes Herz erbitte ich
Ein Herz,
das tief in mich hineinhört und wahrnimmt,
was mich im Innersten bewegt:
das wahrnimmt,
was mich beunruhigt, hemmt, blockiert,
aufwühlt und Widerstand in mir erzeugt
das wahrnimmt,
was mich erfreut, aufjubeln lässt, begeistert,
Stärke gibt, Hoffnung schenkt, Kühnheit verleiht
Das wahrnimmt,
was nur leise in mir spricht,
was nur in Stille und Besinnung vernehmbar ist
Um ein Herz bitte ich,
das dir, Herr, im Hinhören den Vorrang gibt,
sein Vertrauen vor allem in dich setzt,
deine Wünsche und Anrufe zu deuten vermag
Die Bitte um ein hörendes Herz
möchte ich an dich, Herr,
jeden Tag neu stellen.
(Gebet: Klemens Nodewald, Das Herz öffnen, Gedanken und Gebete zu Berufung und Sendung der Christen, Echter-Verlag 2008)

Der nächste monatliche Gebetstag um geistliche Berufe ist am 3. Dezember.

 


Mittwoch, 4. November 

Mittwoch ist im Quo vadis? Ordenstag: wir haben eine Ordensperson zu Gast, die für uns das Mittagsgebet gestaltet. Heute stand der P. Felix Gradl, der Guardian der Wiener Franziskaner auf dem Programm. Unser Mittagsimpuls ist daher heute das bekannteste Gebet des Hl. Franz von Assisi:

Atempause neuDer Sonnengesang

Höchster, allmächtiger, guter Herr,
dein sind das Lob, die Herrlichkeit und Ehre und jeglicher Segen.
Dir allein, Höchster, gebühren sie,
und kein Mensch ist würdig, dich zu nennen.

Gelobt seist du, mein Herr,
mit allen deinen Geschöpfen,
zumal dem Herrn Bruder Sonne,
welcher der Tag ist und durch den du uns leuchtest.
Und schön ist er und strahlend mit großem Glanz:
Von dir, Höchster, ein Sinnbild.

Gelobt seist du, mein Herr,
durch Schwester Mond und die Sterne;
am Himmel hast du sie gebildet,
klar und kostbar und schön.

Gelobt seist du, mein Herr,
durch Bruder Wind und durch Luft und Wolken
und heiteres und jegliches Wetter,
durch das du deinen Geschöpfen Unterhalt gibst.

Gelobt seist du, mein Herr,
durch Schwester Wasser,
gar nützlich ist es und demütig und kostbar und keusch.

Gelobt seist du, mein Herr,
durch Bruder Feuer,
durch das du die Nacht erleuchtest;
und schön ist es und fröhlich und kraftvoll und stark.

Gelobt seist du, mein Herr,
durch unsere Schwester, Mutter Erde,
die uns erhält und lenkt
und vielfältige Früchte hervorbringt
und bunte Blumen und Kräuter.

Gelobt seist du, mein Herr,
durch jene, die verzeihen um deiner Liebe willen
und Krankheit ertragen und Drangsal.
Selig jene, die solches ertragen in Frieden,
denn von dir, Höchster, werden sie gekrönt.

Gelobt seist du, mein Herr,
durch unsere Schwester, den leiblichen Tod;
ihm kann kein Mensch lebend entrinnen.
Wehe jenen, die in tödlicher Sünde sterben.
Selig jene, die er findet in deinem heiligsten Willen,
denn der zweite Tod wird ihnen kein Leid antun.

Lobt und preist meinen Herrn
und dankt ihm und dient ihm mit großer Demut.

Aus: Franziskus-Quellen, Butzon und Bercker 2009

Franz (1181-1226) schrieb diesen Hymnus 2 Jahre vor seinem Tod, von Krankheit geschwächt, ringend mit den Weiterentwicklungen seines Ordens.

Was erinnert mich an Gott?
Was/wer bringt mich zum Jubeln?
Worin finde ich Halt?
Ich wähle mir eines der Elemente des Sonnengesanges, stelle es mir vor und betrachte und fühle es mit allen inneren Sinnen. Welche Eigenschaften entdecke ich daran? Kann ich ins Staunen kommen?

Pax et Bonum – Frieden und Wohlergehen (franziskanische Gruß)

 


Dienstag, 3. November

Heute um 12 Uhr läuten in Wien die Kirchenglocken, im Gedenken an die Opfer des Terrorattentats. Es folgt eine Minute des stillen Gedenkens.

Es ist gut, wenn wir zu Mittag eine Atempause einlegen, in der wir den Vormittag noch einmal kurz in Gedanken vorbeiziehen lassen. Alles, was wir zurücklassen können, ist gut, denn damit gewinnen wir einen Freiraum für den Nachmittag, können offen und frei sein für das, was kommt.

Atempause NovPsalm 91

Wer im Schutz des Höchsten wohnt, bleibt im Schatten des Allmächtigen.
Ich sage zum HERRN: Meine Zuflucht und meine Burg, mein Gott, ich vertraue auf ihn!
Denn er rettet dich von der Schlinge des Vogelstellers, von der verderblichen Pest.
Mit seinen Schwingen deckt er dich, und du findest Zuflucht unter seinen Flügeln.
Schild und Schutzwehr ist seine Treue.

Du fürchtest dich nicht vor dem Schrecken der Nacht, vor dem Pfeil, der am Tag fliegt,
vor der Pest, die im Finstern umgeht, vor der Seuche, die am Mittag verwüstet.

Tausend fallen an deiner Seite, zehntausend an deiner Rechten - dich erreicht es nicht.
Nur schaust du es mit deinen Augen, und du siehst die Vergeltung an den Gottlosen.
Denn du hast gesagt: "Der HERR ist meine Zuflucht!"; du hast den Höchsten zu deiner Wohnung gesetzt;
so begegnet dir kein Unglück, und keine Plage naht deinem Zelt.
Denn er bietet seine Engel für dich auf, dich zu bewahren auf allen deinen Wegen.
Auf den Händen tragen sie dich, damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt.
Auf Löwen und Vipern trittst du, Junglöwen und Schlangen trittst du nieder.

"Weil er an mir hängt, will ich ihn retten. Ich will ihn schützen, weil er meinen Namen kennt.
Er ruft mich an, und ich antworte ihm. Ich bin bei ihm in der Not.
Ich befreie ihn und bringe ihn zu Ehren.
Ich sättige ihn mit langem Leben und lasse ihn mein Heil schauen."

[Elberfelder Bibel]

Ich suche mit einen guten Sitz, stelle meine Füße bewusst auf den Boden, ich atme tief aus. Jetzt bin ich da, in der Gegenwart Gottes. Im Namen des Vater, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Langsam lese ich den Psalm. Wenn möglich laut. Wenn mich ein Vers anspricht, spreche ich ihn mehrfach, bevor ich weiter lese.

Ich bleibe still, spüre den Empfindungen nach, die der Psalm in mir anklingen lässt: Angst oder Ärger, Stärkung oder Freude... Bei Gott sind meine Gefühle gut geborgen.

Den Vers oder das Wort, an dem ich hängen blieb, nehme ich mir mit in den Nachmittag. Ich schreibe ihn auf oder murmle ihn immer wieder vor mich hin.

Ich atme nochmals tief aus und ein. Und beginne den Nachmittag unter dem Segen Gottes.


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